Spieltherapie

Kinder, überall auf der Welt, drücken sich im Spiel aus. Um Erlebtes zu verarbeiten, wird es in Szene gesetzt und so lange durchgespielt, bis es für das Kind in einen ihm verständlichen Sinnzusammen- hang gebracht werden kann. Diese Darstellung geschieht entweder mit Spielfiguren, im Rollenspiel mit anderen Kindern oder durch Malen und Zeichnen. Kindertherapeuten nutzen schon seit langem diese Fähigkeit der Kinder, ihr inneres Erleben im Spiel „sichtbar“ werden zu lassen. Die Spieltherapie ist geeignet für Kinder ab 3 bis ca. 12 Jahren.
S. Weinberger (2001) „Kindern spielend helfen“, Beltz-Verlag)

Im gemeinsamen Spiel mit dem Kind (z.B. Sand-, Puppen-, Rollenspiel) unterstütze ich es dabei, seine Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle besser zu verstehen und zu verarbeiten. In der Spieltherapie kann das Kind in seinem Selbstbewusstsein wachsen und lernen, anders mit (schwierigen) Situationen umzugehen.

Körperorientierte Psychotherapie

Diese Therapieform steht der Psychoanalyse sehr nah und gründet wie alle Körpertherapien auf einem ganzheitlichen Menschenbild - also der Annahme, dass Körper und Psyche eine nicht trennbare Einheit bilden. Die körperorientierte Psychotherapie kombiniert sprachliche Arbeit mit körperorientierten Techniken und ist anwendbar auf ein weites Spektrum psychischer Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. Sie lässt sich sinnvoll mit anderen Therapieansätzen kombinieren.

Ich wende die verschiedenen Körpertechniken und –methoden (z.B. Atem-, Entspannungs-, Wahrnehmungsübungen) in einem klar beschriebenen therapeutischen Rahmen und abgestimmt auf den therapeutischen Prozess an. Ziel ist es, eine bessere Verbindung zwischen Sprache und Gefühl herzustellen und somit eine positive Veränderung der Persönlichkeit zu erleichtern.

Verhaltenstherapie/ACT

Verhaltenstherapie orientiert sich an den Erkenntnissen der Lernforschung. Sie geht davon aus, dass menschliches Verhalten, also das Denken Fühlen Handeln, nicht angeboren, sondern über Lernmechanismen erworben wurde. Psychische Störungen werden somit als Ergebnis ungünstig verlaufender Lernprozesse verstanden.
Die Verhaltenstherapie versucht unter Verwendung von kognitiven Techniken unerwünschtes Verhalten so zu verändern, dass erwünschtes Verhalten wahrscheinlicher wird.
Die Verhaltenstherapie denkt sehr lösungs- und ressourcenorientiert. Gemeinsam mit dem Klienten werden Lösungen erarbeitet, Fähigkeiten gestärkt und Verhaltensänderungen trainiert.

Die von mir angewandten Techniken und Verfahren können sein:
Training sozialer Kompetenz, Selbstinstruktion, Reizkonfrontation, Problemlösetraining, Angst- bewältigungsverfahren, Selbstsicherheitstraining, Konzentrationstraining.

ACT

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT, gesprochen als ein Wort) ist eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie und verfolgt einen erlebniszentrierten Ansatz.
Sie beinhaltet folgende Schritte: A Akzeptieren; C Chancen ergreifen; T Tun.
Methoden von ACT machen sich zum Ziel, den erfolglosen Kampf mit dem eigenen Erleben
(z.B. belastende Gedanken und Gefühle) zu beenden und statt dessen selbstbestimmt seinem Leben die gewünschte Richtung zu geben.

In der ACT werden von mir sowohl Akzeptanz- und Achtsamkeitsstrategien als auch Strategien der Verhaltensänderung eingesetzt.
Ziel ist es, dabei zu unterstützen, sich den Dingen im Leben zuzuwenden, welche wichtig, bedeutungs- und wertvoll sind.

Kreative Therapieformen

Der Kunst wird bereits seit der Antike auch heilende Wirkung zugeschrieben. Im Mittelpunkt der Kunsttherapie steht die stärkende und heilende Wirkung des Gestaltungsprozesses.
(Schemmel, selig, Janschek-Schlesinger (2008) „Kunst als Ressource in der Therapie“, dgvt-Verlag)

Insbesondere in der therapeutischen Arbeit mit Kindern, aber auch bei Jugendlichen, werden die Grenzen der Sprache sichtbar. Gestalten erscheint zuweilen als der aufschlussfähigere Weg.

Durch Malen, Zeichnen, der Arbeit mit Ton und anderen Bastelmaterialien versuche ich, mit dem Kind/Jugendlichen einen nicht- sprachlichen Zugang zum eigenen Erleben herzustellen.